E-Commerce Checkout UX-Audit
Kofferwelt.at
Kofferwelt ist ein kleines E-Commerce-Unternehmen mit Sitz in Wien, Österreich, das Koffer, Taschen und Schulrucksäcke verkauft.
Jan. 2024
82 UX-Probleme im Checkout-Audit gefunden
Ergebnisse
Laut den Forschungsergebnissen des Baymard Instituts beträgt die durchschnittliche Warenkorbabbruchrate 70,19 %.
Die Einhaltung ihrer 116 Richtlinien und Best Practices reduziert den Warenkorbabbruch durchschnittlich um 35 %.
Methodik
Evaluationsdimensionen:
- Usability
- Vertrauen
- Fehlerbehandlung
6 auditierte Seiten:
- Warenkorbseite + Warenkorb-Seitenleiste
- Login-Seite
- Benutzerdaten-Eingabeseite
- Versandseite
- Zahlungsseite
- Bestellbestätigungsseite
Umfang:
UX-Audit des Desktop-Checkout-Flows
Methode:
Benchmarking anhand der Baymard-Institut-Richtlinien
Lieferergebnisse:
Bericht und priorisierte Empfehlungen
Zeitplan:
Jan. 2024
Benchmarking
Ein Checkout-Flow kann so einfach wie 7–8 Eingabefelder sein
- Vollständiger Name
- Telefonnummer
- Adresszeile 1
- Kreditkartennummer
- Ablaufdatum
- Sicherheitscode
Nutzerszenario
Als Kundin möchte Frau Toledo 2 neue Rucksäcke und einen großen Koffer für eine Familienreise nach Spanien kaufen.
Welche Probleme trifft Frau Toledo beim Checkout an?
- Die ausgewählten Taschen verschwinden aus ihrem Warenkorb, nachdem sie versucht, bei Google einen Rabattgutschein zu finden
- Sie hat Schwierigkeiten, einige der im Checkout verwendeten Begriffe zu verstehen
- Sie macht beim Eingeben ihrer E-Mail-Adresse einen Fehler und kann diese scheinbar nicht mehr ändern
- Sie möchte das Paket an ihr Büro liefern lassen und hat Schwierigkeiten, eine abweichende Liefer- und Rechnungsadresse anzugeben
Berichtszusammenfassung
82 Probleme insgesamt auf 6 Seiten
1. Unnachgiebige Checkout-Erfahrung
- Die Artikel werden automatisch aus dem Warenkorb entfernt, ohne irgendwie gespeichert zu werden, und Benutzerdaten werden nach weniger als einer Stunde vergessen
- Nachdem die erste Kundendaten-Eingabeseite ausgefüllt ist, können einige Daten nicht mehr geändert werden
2. Unzureichende Fehlererkennung
- Zum Beispiel kann der Kunde Buchstaben in das PLZ-Eingabefeld schreiben und das System korrigiert es nicht. Es gibt viele weitere Fälle, in denen offensichtliche Fehler entweder überhaupt nicht oder nicht automatisch korrigiert werden
3. Viele redundante Elemente
- Insgesamt 25 Eingabefelder, die auf 8 reduziert werden können. Viele sollten entweder entfernt oder unter Akkordeons versteckt werden, um die kognitive Belastung der Nutzer zu reduzieren
- Viele Beispiele für redundanten oder duplizierten Text, der die Reibung erhöht
4. Zu viele Schritte
- Die Anzahl der Seiten kann erheblich reduziert werden
- Es gibt zu viele verschiedene Möglichkeiten für den Nutzer, zurückzugehen und einige Informationen zu ändern, aber keine Möglichkeit, andere Informationen zu ändern
5. Sprachfehler
- Viele Rechtschreibfehler und falsche Begriffe wie „Fullname" oder „Money order" (womit eine direkte Banküberweisung gemeint ist) untergraben das Kundenvertrauen und lassen sie vermuten, dass die Website illegitim ist
- Einige Texte sind in der englischen Version der Website nicht aus dem Deutschen übersetzt
Detaillierter Auditbericht
Artikel verschwinden automatisch aus dem Warenkorb
Artikel werden nur für kurze Zeit im Warenkorb gespeichert, ohne dass angegeben wird, wie lange. Wenn sie entfernt werden, werden sie auch nicht in den Favoriten gespeichert was es zusammen mit der suboptimalen Suchfunktion nahezu unmöglich macht, die Produkte wiederzufinden.
In den Warenkorb legen unterbricht das Stöbern
Durch Klicken auf „In den Warenkorb" gelangt man direkt zur Warenkorbseite, anstatt die Warenkorb-Seitenleiste zu öffnen, was das Stöbern unterbricht.
Artikel können nur von der Detailproduktseite und nicht von der Produktlistenseite in den Warenkorb gelegt werden, was das Stöbern ebenfalls unterbricht.
@
Die E-Mail-Adresse kann nach diesem Schritt nicht mehr bearbeitet werden
Es gibt zu viele sichtbare Eingabefelder
Fehlerkorrektur
Seitenüberarbeitung
Ja, es könnte so einfach aussehen